am 08.03.2017

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt es ausdrücklich, dass die Sicherheit der Bürger, das Vertrauen der Bürger in die Polizeiarbeit und die Polizeibeamten und Polizeibeatinnen des Landes zu einem Tagesordnungspunkt der Landtagssitzung werden. So wie am 08.03.2017 in der Drucksache 7/282. Es zeigt, dieses Thema ist wichtig.
Die DPolG- MV nahm aber auch zu Kenntnis, dass die fachliche Sicht in dem Entscheidungsgremium Landtag formell sehr differenziert zu betrachten ist.
Es klingt nach Zynismus in Ohren der Kollegen, deren Dienstpläne aus Einsatz- und Krankheitsgründen ständig geändert werden müssen, denen wieder mal ein freies komplettes Wochenende gestrichen wird, wenn sie hören:
„Wenn es wirklich so unerträglich bei der Polizei ist........, dann hat Sie (konkrete Anrede an MdL Kramer durch das MdL Dachner) und auch andere niemand gezwungen auch dauerhaft bei der Polizei zu bleiben. Sie haben jederzeit die Wahl, wenn sie es nicht aushalten, den Dienst zu quittieren.“


Der Krankenstand in der Polizei, die Altersstruktur der Landespolizei, die zusätzlichen Einsatzanlässe und auch die Erhöhung der Einstellungszahlen führen zum Erreichen der Belastungsgrenze der Landespolizei. Die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt die Mehraufgaben kompensieren, sind riskieren auf längere Sicht ihre Gesundheit.
Langzeitkrankschreibungen und Burnout sind leider auch in der Landespolizei von M-V angekommen.
In diesem Spannungsfeld wäre eine sachliche Sicht und Wertschätzung angebracht.
Die im CDU-Wahlkampf versprochenen 555 zusätzlichen Stellen, wären der richtige Weg gewesen.
Nur mit einer zahlenmäßig gut ausgestatteten Polizei, die über eine zeitgemäße Ausrüstung verfügt ist die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und die Gesundheit der Polizisten und Polizistinnen zu erhalten.

 

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